Was genau ist eine Fitness-Kettlebell und wo sind die Unterschiede zu anderen Kettlebells? Was man vor dem Kauf wissen und worauf man achten sollte.
Inhalt:
Merkmale der Fitness-Kettlebell
Besonderheit des Griffs
Für Einsteiger immer erst die Fitness-Kettlebell

Die Bezeichnung Fitness-Kettlebell ist oft etwas missverständlich, denn im Grunde gibt es nur zwei Arten von Kettlebells. Da ist zum Einen die Competition-Kettlebell und eben die Fitness-Kettlebell. In die Kategorie Fitness-Kettlebell fällt allerdings mittlerweile alles, was eine Kugel mit einem Griff oben drauf vorweisen kann – egal aus welchem Material und welcher Größe. Und es werden heutzutage erstaunliche Teile unter dem Begriff Kettlebell angeboten.
Manchmal ist es noch nicht mal eine Kugel. Es gibt auch „Eier“ und sogar Quader. Prinzipiell sollte man vom Kauf irgendwelcher Kugelkörper aus Plastik oder von Geräten, die von ihrer Form her keinen austarierten Massenmittelpunkt ermöglichen können, absehen. Auch wenn der Preis vielleicht noch so verführerisch günstig ist. Hier erfahrt Ihr mehr dazu und was eine Kettlebell ausmacht.
Merkmale der Fitness-Kettlebell
Einerseits ist jede Kettlebell – egal welcher Bauart – auch eine Fitness-Kettlebell, ausgenommen der Competition-Kettlebells. Andererseits gibt es aber unter den Fitness-Kettlebells* deutliche Unterschiede. Man unterscheidet hier dennoch nur grob zwischen Kugeln mit fixem oder variablem Gewicht.
Der deutlichste Unterschied zur Competition-Kettlebell ist, daß sie mit zunehmendem Gewicht „wachsen“ und aus Eisen gegossen sind. Zumindest ist das bei den Fitness-Kettlebells der bekannten und vertrauenswürdigen Herstellern so.
Denn wie schon erwähnt, es tummeln sich die abenteuerlichsten Geräte unter diesem Begriff.
Competition-Kettlebells* werden dagegen aus Stahl gefertigt und sind in der Größe genormt – egal welches Gewicht sie haben.
Der Griff der Fitness-Kettlebell
Die meisten Fitness-Kettlebells erkennt man an den überdimensional breiten Griffen. Sogar bei der 12 kg Kugel passen oftmals zwei Männerhände nebeneinander. Der Sinn bei diesem leichten Gewicht ist allerdings schwer zu erkennen, da unter all den Übungen mit ihren jeweiligen Variationen nur beim „Swing“ und beim ”Kreuzheben” beide Hände benutzt werden. Alle anderen Übungen werden mit einer Hand ausgeführt.
Bei Kugeln anderer Sorten passen zwei Männerhände erst ab einer Größe von 24 kg wirklich bequem nebeneinander, was angesichts des Gewichts auch angebracht ist.
Vermutlich wurden Fitness-Kettlells mit dünneren und breiteren Griffen generell eher für Damen konzipiert.
Damen sollten allerdings bei diesen Bells auf den größeren Abstand zwischen Griff und Kugel achten. Kleiner gewachsene Frauen mit entsprechend kürzeren Unterarmen könnten Probleme mit der technisch sauberen Ausführung bestimmter Übungen bekommen, oder die Kugel kann unkontrolliert auf den Unterarm oder Ellbogen schlagen. Das gilt natürlich auch für kleinere Männer.
Erst Fitness-Kettlebell, dann Girevoy Sport
Wer sich heute als Einsteiger zum Ziel setzt, mit Competition-Kettlebells im Girevoy Sport zu trainieren um irgendwann die wirklich harten Wettkämpfe zu bestreiten, der sollte unbedingt mit dem klassischen Fitness-Kettlell-Training beginnen.
Denn die Körperbeherrschung und die Technik, die im Girevoy Sport als Grundausrüstung benötigt wird, erlernt man nicht so nebenbei beim Trainieren der Übungen.
An die Wettkampftechnik sollte man sich erst wagen, wenn man die Stabilität der Lendenwirbelsäule und die allgemeine Körperpannung nach längerem Training unter professioneller Anleitung aufgebaut hat. Ansonsten drohen massive Rückenprobleme und Verletzungen.
